Preisliste 9/17

2017

Trauben über Trauben, wohin das Auge schaut. Anscheinend sind die Reben ausgeruht vom Vorjahr und wollen sich jetzt mal wieder austoben. Mir soll’s recht sein, ich kann es gebrauchen. Auch wir hatten vereinzelt mit Frost zu kämpfen, aber bei der Ernte im Herbst war kein nennenswerter Schaden zu verzeichnen. Besonders der Souvignier Gris (PIWI) zeigte sich im 5. Standjahr von seiner besten Seite: schöner Ertrag bei 95° Oechsle und kerngesund ohne jegliche Spritzung – so kann es bleiben.

2016

Es ist nun schon ein Weilchen her, und die Schmerzen lassen nach. Die böse Pilzkrankheit Peronospora hatte sich auch bei mir ausgetobt und den Ertrag so stark reduziert, daß beinahe der Eigenverbrauch gefährdet war. Weiß und Rot hatte es gleichermaßen erwischt, auch bei einem Großteil der Piwis mußte ich Ertragseinbußen verzeichnen. Nur bei dem Rotwein VB CAL 1-22 und der Weißweinsorte VB CAL 6-04 hatte ich den Eindruck, sie fühlten sich nicht angesprochen durch den Pilz. Ich werde weiter berichten, in welcher Stimmung sie im Jahr 2017 sind.

2015

In diesem Jahr zeigen sich die ersten Früchte im Anbau neuer pilzwiderstandsfähiger Rebsorten. Noch in einer sehr kleinen Menge, aber schon weich und interessant mit feinen Tanninen zeigt sich der noch namenlose VB CAL 1-22. Die 45 Liter Cabernet Blanc werden wir wohl diesmal noch alleine genießen. Dafür ist der neue Cabertin recht gut gelungen, auch der Pinotin wird immer zärter.

 

2012

Nach dem Hagel kam ein Jahr später der Frost. Glücklicherweise standen meine Hochstammanlagen nur mit den Füssen in der Kälte, Blätter und Trauben haben die kalten Nächte gut überstanden.

Von weitem sieht man, dass in der Senke starke Schäden am Laub der Weinberge entstanden sind. Nur ein kleiner Weinberg links vom Nußbaum in der Mitte des Bildes ist grün geblieben. Der Kaltluftsee war an dieser Stelle ca. einen Meter hoch.

 

2011

Die Liste meiner Weine ist mehr oder weniger auf dem Stand der Ernte 2009 stehen geblieben, da am 9.6.2010 ein heftiger Hagel beinahe die gesamte Ernte des Jahrgangs 2010 vernichtet hatte. Früher war ich immer so stolz, kurze Anfahrtswege zu meinen Weinbergen zu haben, da alle in einem Radius von einem Kilometer erreichbar sind. Heute bin ich eher ein bisschen nachdenklicher geworden, da dadurch die Möglichkeit eines flächendeckenden Schadens natürlich erheblich größer ist.

Bei den weissen Trauben konnte ich einige Eimer vom Riesling, Chardonnay und Weissburgunder retten – sie finden sich im “Weissen Cuvée 9.6.” wieder. Bei den roten Weinen waren nur vom Regent und Spätburgunder einige Beeren zu retten, die als deutlich restsüß abgefüllter Wein mithelfen, den Schaden ein wenig erträglicher zu machen.

Nicht unerwähnt bleiben sollen die Mühen meines “Gebietsvertreters Ruhr” bei der Ernte der jungen Reben der Sorte Pinotin. Nach ungewöhnlicher Kelter- und Kellerarbeit mit dieser Kleinstmenge konnte ich doch am Ende 140 Flaschen füllen mit einem sehr weichen und säurearmen Rotwein.